Homepage am Handy: mobile Website oder doch eine eigene App?

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Die Verlockung für ein Unternehmen immer direkt am Handy des Kunden präsent zu sein ist groß. Aber kann man unter den mehr als 700.000 Apps hervorzustechen? Welche Alternativen gibt es?

 

 

„Immer wenn der Kunde auf sein Handy schaut, soll er das Logo unseres Unternehmens sehen“,  das wünschen sich viele Unternehmer und Marketingleiter.  Dazu muss der Kunde die App allerdings einerseits erst einmal finden und andererseits auch als ausreichend interessant beurteilen, damit er diesen Schritt vollzieht. Denn auch wenn einige Anwender zig Apps auf Ihren Handys haben, müssen diese Programme schon einen ganz besonderen Mehrwert mitbringen, damit man sie installiert.

Prüfen Sie doch einmal auf Ihrem eigenen Handy: Von welchen „normalen“ Unternehmen haben Sie Apps installiert? Vom Ihrem sprichwörtlichen Bäcker um die Ecke, oder doch nur jene Apps, die auch eine wirklich nutzvolle Anwendung liefern, wie den Fahrplan, den billigsten Benzinpreis, … und natürlich alles was mit Unterhaltung zu tun hat. Wenn Sie ein solches Angebot haben, perfekt! Wenn nicht, gibt es sinnvolle Alternativen.

Responsive Websites – das Design passt sich automatisch der Größe an

Als „Responsive Design“ bezeichnet man Homepages die abhängig von der Fenstergröße oder dem Gerät (Tablet, iPad, Handy, Laptop, …) das Aussehen verändern. Die Webseiten müssen dazu nur einmal programmiert werden und auch der Inhalt muss nur einmal eingegeben werden. Wird die Website dann auf einem Gerät mit kleinerem Display angezeigt, wie z.B. einem Smartphone, so wird beispielsweise das Menü durch ein Auswahlliste ersetzt, die Bilder automatisch kleiner dargestellt, die sonst rechte Spalte unterhalt des Inhalts angezeigt und so weiter. Gleiches passiert, wenn man das Browser-Fenster kleiner macht.

Eine sehr einfache Version können Sie hier unter metaconsulting.net ausprobieren. Machen Sie das Fenster doch langsam schmäler und beobachten Sie, was passiert. Six Revisions stellt in deren Blog 25 toll gemachte Responsive Web Designs vor.

Wenn man dieses reaktionsfähige Webdesign ordentlich machen will, muss man allerdings auch eine ganze Reihe von verschiedenen Auflösungen berücksichtigen, da der Markt der mobilen Geräte äußerst vielfältig ist. Es reicht nicht mehr nur für eine Displaygröße zu optimieren.

Der klare Vorteil des responsive Webdesigns ist, dass der Inhalt nur einmal erstellt und gewartet werden muss und dennoch immer gut passt.

Mobile-Homepage – Funktionen speziell ans Smartphone angepasst

Um die Inhalte und Funktionen ganz an die Benutzung der mobilen Geräte anzupassen, muss man eine eigene Version der Website erstellen. Der Vorteil für den Benutzer: Es stehen nur die Funktionen und Inhalte zur Verfügung, die man mobil benötigt – diese außerdem einfach bedienbar und mit großen Buttons. Der Nachteil für den Anbieter: Er muss den Inhalt getrennt aufbereiten, Texte kürzen, eine andere Struktur zur Verfügung stellen und auch Funktionen anders programmieren lassen. Der Benutzer dankt einem dies allerdings, weil die Bedienung optimal ans Gerät angepasst ist.

Die Webseiten der Austrian Airlines werden so beispielsweise am Smartphone als optimierte Mobile-Homepage ausgeliefert: http://mobile.austrian.com/

Oder doch die Handy-App im Apple iTunes-Store und Google Play Store

Natürlich passt man auch bei Mobile-Apps die Bedienung perfekt an das Smartphone oder Tablet an. Dazu haben Apps noch den Vorteil, dass sie ganz ohne Internet-Verbindung auskommen, da die Daten lokal am Gerät zwischengespeichert werden können. So könnte man den letztgültigen Fahrplan der Bayerischen Seenschifffahrt oder die Pistenübersicht des Lieblingsskigebietes immer dabei haben, auch ohne online sein zu müssen. Auch aufwändige Programmoperationen (von Spielen ganz zu schweigen) lassen sich lokal am Telefon ausführen.

Apps müssen allerdings programmiert werden – und das mindestens in zwei Versionen: eine für die Apple-Welt (iOS) und eine für die Android-Smartphones. Die anderen Betriebssysteme, wie Windows oder Blackberry, können aufgrund des geringen Marktanteils derzeit getrost vernachlässigt werden. Neben der App-Programmierung, die an sich schon aufwändiger ist, als die Erstellung einer Homepage, müssen die Apps dann in den jeweiligen App-Store gebracht werden, damit der Benutzer diese überhaupt installieren kann. Im Falle des Apple iTunes-Store wird dabei jede App von einem Apple-Mitarbeiter auf Regelkonformität überprüft, was zu entsprechenden Bearbeitungszeiten führt.

Danach gilt es die App den Kunden bekannt zu machen, denn in beiden App-Stores sind derzeit jeweils weit mehr als 700.000 Apps registriert. Ohne spezielles Marketing wird man da kaum gefunden, denn nur wenige Apps von normalen Unternehmen sind so herausragend, dass diese wie ein Lauffeuer weiterempfohlen werden. Das wichtigste Schlüsselwort ist hier: der Nutzen!

Eine Handy-App, aber doch nicht: Der Stub

Als Zwischenlösung kann eine mobile Homepage auch in eine App verpackt werden. Dieser „Stub“ speichert die letzte Version der Website zwischen, benötigt für Aktualisierungen aber eine Internet-Verbindung. Der Vorteil ist, dass man nicht eine komplette Mobile-App programmieren lassen muss und dennoch vielleicht auf dem Startschirm des Kunden landet. Neben den oben genannten  Nachteilen von Apps, kommt hier allerdings noch hinzu, dass ein Stub nur vernünftig funktioniert, wenn der Benutzer online ist.

Das Wichtigste zum Schluss: ROI und Ziele

Für welche Variante Sie sich entscheiden, eines gilt immer: Lassen Sie sich nicht von der „Coolness“ der  Anwendungen leiten, sondern definieren Sie unbedingt vorher was Sie erreichen wollen! Welche Ziele haben Sie mit Ihrer mobilen Präsentation? Wie rechnet sich diese Maßnahme? Welches Marketingbudget ist neben den Kosten für die Umsetzung noch nötig?

Was auch in jedem Fall gilt: Wir beraten Sie gern und begleiten Sie bei der Umsetzung! Nehmen Sie doch gleich Kontakt mit uns auf, oder rufen Sie an: +43-699-13009420